Umgang mit Daten auf dem Computer und im Internet im Sterbefall
Mittlerweile ist das Internet für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens.
Kontakte, Bilder und Daten sind dort gespeichert. Im Todesfall gilt es, sorgsam mit diesen Daten umzugehen.


Soziale Netzwerke:
In den sozialen Netzwerken, wie facebook, Xing usw. ist es ratsam, die Profile dort nicht einfach zu löschen. Nutzen Sie diese Profile, um den Menschen, mit denen der Verstorbene über diese Plattformen verbunden war, über dessen Tod zu informieren.
Vor allem bei Menschen, die Phasen ihres Lebens in verschiedenen Städten oder Ländern geführt haben, können diese Foren die einzige Kontakt- und Informationsmöglichkeit für Angehörige sein.

Gedenkseiten in Facebook
Auf Facebook haben Sie die Möglichkeit, die Profilseite in eine Gedenkseite umzuwandeln.
Freunde können sich dort eintragen, Geschichten austauschen, gemeinsam ihrem Schmerz Raum geben.
Achtung: Einblicke in die Nachrichten bekommt nur, wer selbst als Freund zu Lebzeiten 'akzeptiert' war.
Um eine Seite in Gedenkzustand zu versetzen, klicken Sie Hier...


E-Mail Konten
Viele Menschen kommunizieren mit einem großen Teil ihrer Freunde und Bekannten, aber auch mit Verwandten nur per E-Mail. Sei es, weil man weit voneinander entfernt wohnt, oder weil es der Alltag beinahe unmöglich macht, sich regelmässig zu sehen. Häufig ist die E-Mail Adresse die einzige Verbindung, andere Adressen oder Telefonummern existieren gar nicht.
Benutzen Sie dieses EMail Konto, um den Tod bekannt zu geben. Aber achten Sie darauf, die Nachricht möglichst nicht von dem Benutzerkonto des Verstorbenen zu versenden. Damit Sie aber nicht alle Adressen abtippen müssen, richten Sie am besten ein neues Benutzerkonto auf dem gleichen Computer ein oder Sie ändern den Absendernamen, der angezeigt werden soll.
Danach gibt es drei Möglichkeiten: Das Löschen des Kontos oder das Einrichten eines 'Autoresponders' oder das Weiterleiten der Nachrichten an eine andere Adresse.
Löschen
Beim Löschen werden eingehende Nachrichten als „unanlieferbar" wieder an den Absender zurückgeschickt. Für manche kann das bedeuten, dass sie nicht wissen warum das ist, aber keine andere Kontaktmöglichkeit haben.
Weiterleiten
Beim Weiterleiten werden alle Nachrichten auf ein angegebenes Konto weitergeleitet. Das kann sinnvoll sein für noch offene Transaktionen und um eventuelle etwas aufzufangen.
Autoresponder - Automatischer Antwortdienst
Eine weitere Möglichkeit ist eine Nachricht in den Autoresponder des E-Mail-Programms zu schreiben, so dass Menschen, die versuchen Kontakt aufzunehmen automatisch über den Tod informiert werden.
„Mit großen Bedauern müssen wir Sie auf diesem Wege informieren, dass ... nicht mehr lebt. Er ist am . . . in . . . verstorben. Sein Grab ist . . . Gerne können Sie uns direkt kontaktieren unter..."
Für alle obigen Optionen brauchen Sie das Kennwort.
Der Internetanbieter richtet eine Weiterleitung oder einen Autoresponder im Normalfall nicht ein.
Der Zugang zu den E-Mail Konten wird von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich gehandhabt. Noch gibt es keine verbindliche gesetzliche Grundlage.
Aber das Löschen des Kontos mit der Sterbekurkunde ist bei jedem Provider möglich.

Guthaben bei Internetfirmen
Der Handel im Internet ist für viele Nutzer eines PC selbstverständlich. Aus diesem Grund wurden Konten bei Auktionshäusern wie Ebay eingerichtet. Häufig existiert dann auch ein sogenanntes Paypal Konto, auf dem vermutlich Geld eingezahlt wurde, um weitere Transaktionen tätigen zu können.Dieses Geld ist eindeutig Teil des Erbes. 
Um das Geld zu erhalten benötigen Sie normalerweise:

Eine Kopie der Sterbeurkunde des Kontoinhabers.
Eine Kopie des Testaments oder anderen rechtkräftigen Unterlagen, z.B. des Erbscheins. In dem Dokument muss der Name des Erben oder des Nachlassverwalters stehen.
Die Kopie des Personalausweises oder Reisepasses des Erben oder Nachlassverwalters.

Kontaktdaten

Hecht Bestattungen
Holger Hecht

Stuttgarter Str. 4
71032 Böblingen

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Fax: +49 (0) 7031 724 90 73
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